Mitarbeitergesundheit: Grundlagen und Einstieg
Anbieter für Mitarbeitergesundheit lassen sich grob nach zwei Ebenen unterscheiden: der strategischen Beratung des gesamten Gesundheitsmanagements und der Umsetzung konkreter Maßnahmen.
Strategische Beratung begleitet den kompletten Aufbau eines systematischen Gesundheitsmanagements im Unternehmen, von der Analyse über Zielsetzung und Kennzahlen bis zur Evaluation. Das ist bei Coaching mit K nicht im Angebot.
Auf der Umsetzungsebene reicht das Format-Spektrum von kurzen Impulsen bis zu individueller Begleitung: ein Vortrag sensibilisiert größere Gruppen für ein Thema, ein Training oder Workshop vertieft es in kleiner Runde und arbeitet aktiv an Verhalten und Kompetenzen, eine bewegte Pause oder Laufgruppe verankert Bewegung im Arbeitsalltag, und Gesundheitscoaching begleitet einzelne Mitarbeitende, Führungskräfte oder die Leitungsebene 1:1.
Bei Coaching mit K liegt der fachliche Fokus auf Stressbewältigung, Resilienz und Selbstführung, umgesetzt über genau diese Formate. Welches davon passt, hängt vom Ziel ab: Sensibilisierung, Vertiefung oder individuelle Begleitung.
BGM steht für Betriebliches Gesundheitsmanagement und meint die strategische Gesamtausrichtung: Analyse, Zielsetzung, Maßnahmenplanung und Evaluation, damit Gesundheit im Unternehmen nicht dem Zufall überlassen bleibt.
BGF, die Betriebliche Gesundheitsförderung, ist ein Teilbereich davon: die konkreten Maßnahmen selbst, zum Beispiel ein Workshop zu Stressmanagement oder ein Bewegungsangebot. Wer mit einzelnen Formaten wie einem Impulsvortrag oder einer Workshop-Reihe startet, bewegt sich im BGF-Bereich. Das ist ein guter und häufiger Einstieg, aus dem sich später ein umfassenderes BGM entwickeln kann.
Ein umfassendes, systematisches Gesundheitsmanagement mit Gesundheitszirkeln und Kennzahlensystem lohnt sich meist ab etwa 20 bis 30 Mitarbeitenden, weil sich der organisatorische Aufwand erst ab dieser Größe trägt.
Einzelne Formate wie ein Impulsvortrag, ein Workshop oder eine Coaching-Reihe funktionieren dagegen auch für kleinere Teams. Gerade in kleinen und mittleren Unternehmen ist oft ein einzelner Workshop der sinnvollere erste Schritt als ein aufwendiges, systematisches Programm von Anfang an.
Der niedrigschwelligste Einstieg ist ein einzelnes, klar begrenztes Format: ein kurzer Impulsvortrag oder ein Halbtagesworkshop zu einem konkreten Thema wie Stressmanagement. Das braucht keine große Strategie im Vorfeld und liefert schnell erste Erfahrungen und Feedback.
Aus diesem Pilotangebot lässt sich später eine Reihe oder ein größeres Konzept entwickeln, wenn es gut ankommt. Wichtiger als ein perfekter Startplan ist, überhaupt anzufangen und die Rückmeldung der Teilnehmenden ernst zu nehmen.
Anbieter finden und Workshops umsetzen
Der Markt für Anbieter betrieblicher Gesundheitsförderung (BGF) ist unübersichtlich, mit mehreren tausend Dienstleistern allein in Deutschland. In der Praxis werden BGF und BGM oft synonym gesucht. Gemeint sind damit aber meist konkrete Maßnahmen wie Workshops oder Coaching, nicht die strategische Beratung des gesamten Gesundheitsmanagements.
Ein verlässliches Signal ist trotzdem gut zu finden: nachweisbare Qualifikationen, also anerkannte Zertifizierungen statt bloßer Selbstbezeichnung als Coach. Genauso wichtig ist Erfahrung mit vergleichbaren Betrieben und Strukturen, nicht zwingend aus derselben Branche. Ein Anbieter, der schon mit ähnlich aufgestellten Organisationen gearbeitet hat, versteht typische Abläufe und Dynamiken schneller und muss nicht bei Null anfangen.
Weitere Anhaltspunkte: eine klar benennbare Methodik statt Buzzword-Bingo, eine transparente Kostenstruktur statt vager Angebote nach dem Kennenlerngespräch, und die Bereitschaft, ein Konzeptpapier mit Lernzielen vorzulegen statt nur mit Referenzen zu werben. Seriöse Anbieter erklären, warum eine Methode wirkt, nicht nur, dass sie wirkt.
Jeder Workshop folgt einem klaren didaktischen Aufbau, unabhängig vom konkreten Thema: ein gemeinsamer Start, der ankommen lässt und den Rahmen klärt; eine Standortbestimmung, in der die aktuelle Situation und die eigentlichen Bedarfe sichtbar werden; die Erarbeitung konkreter Handlungsfelder, zum Beispiel Anti-Stress-Strategien für den Einzelnen oder Resilienz im Team; das Vereinbaren konkreter nächster Schritte, die im Alltag umsetzbar sind; und ein Abschluss, der das Erarbeitete festhält.
Ein Halbtagesworkshop dauert vier Stunden inklusive Pause, vor Ort oder online. Wenn eine einzelne Session nicht reicht, konzipieren wir gemeinsam auch eine Reihe mit mehreren Terminen und Wiederholungs- oder Aufbauelementen, passend zu Thema und Ziel. Vorab klären wir in einem kurzen Gespräch, welche Belastungen im Team gerade im Vordergrund stehen, damit der Workshop nicht von der Stange kommt.
Teilnahme hängt stark davon ab, wie ein Angebot organisatorisch eingebettet ist. Drei Punkte machen in der Praxis den größten Unterschied: Führungskräfte, die selbst teilnehmen oder das Angebot sichtbar unterstützen, statt es nur per Rundmail anzukündigen. Ein Termin innerhalb der Arbeitszeit statt eines Feierabend-Slots, den ohnehin niemand freiwillig wählt. Und eine frühzeitige, konkrete Ankündigung statt einer kurzfristigen Einladung ohne Kontext.
Diese Punkte lassen sich vor der Buchung gemeinsam klären, damit das Angebot von Anfang an so platziert ist, dass es wirklich ankommt.
Die häufigste Ursache für geringe Teilnahme liegt selten am Desinteresse. Meist liegt es an Sprache und Rahmen des Angebots. Ein Pflichttermin im Kalender wirkt anders als ein Format, das die tatsächliche Belastung der jeweiligen Zielgruppe trifft.
Das heißt konkret: Beispiele aus dem echten Arbeitsalltag statt allgemeiner Gesundheitsfloskeln, eine Sprache, die die Zielgruppe kennt, und ein klarer Alltagstransfer, den Mitarbeitende auch danach noch nutzen können. Im Kita-Alltag heißt das zum Beispiel, Personalmangel, Elterngespräche und Lärmpegel als Ausgangspunkt zu nehmen. In IT-Teams sind es eher Sprint-Druck, Deadlines und Always-on-Kultur. Meine Formate sind entsprechend zielgruppengerecht aufgebaut: Übungen, die im echten Arbeitstag Platz finden, statt einer einmaligen Motivationsspritze.
Wirkung, Förderung und Kosten
Der AOK-Fehlzeiten-Report 2025 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigt: Psychische Erkrankungen verursachen nur rund 5 Prozent aller Krankmeldungen, aber etwa 12,5 Prozent aller Fehltage, weil ein einzelner Fall im Schnitt 28,5 Tage dauert, deutlich länger als bei anderen Diagnosegruppen. In den letzten zehn Jahren sind die Ausfalltage wegen psychischer Erkrankungen um 43 Prozent gestiegen.
Auch die wirtschaftliche Seite ist gut belegt: Der iga.Report 40 der Initiative Gesundheit und Arbeit (2019) bestätigt einen durchschnittlichen Return on Investment von 1 zu 2,7 für betriebliche Gesundheitsförderung. Jeder investierte Euro spart im Schnitt 2,70 Euro durch reduzierte Fehlzeiten.
Diese Zahlen gelten für systematisch aufgesetzte, wiederholte Maßnahmen, nicht für einzelne isolierte Workshops. Ein einmaliger Termin verändert den Krankenstand nicht über Nacht. Deshalb konzipiere ich mit interessierten Unternehmen gerne gemeinsam eine passende Reihe oder ein Konzept mit Wiederholungs- und Aufbauelementen, statt nur einen Einzeltermin zu buchen.
Klassische Zuschüsse kommen meist von den Krankenkassen im Rahmen von §20 SGB V oder über regionale Fördertöpfe für Gesundheitsförderung. Diese sind in der Regel an eine Zertifizierung des Anbieters oder Kurses gebunden, etwa über die Zentrale Prüfstelle Prävention.
Für die Angebote von Coaching mit K liegt diese Zertifizierung aktuell nicht vor. Ein direkter Krankenkassenzuschuss ist entsprechend nicht der richtige Weg. Realistischer ist die interne Finanzierung über das reguläre Weiterbildungs- oder Gesundheitsbudget des Unternehmens. Für eine Einschätzung zu regionalen Förderprogrammen, die sich ändern können, lohnt sich eine kurze Anfrage bei der IHK oder dem zuständigen Wirtschaftsförderer vor Ort.
Ja, grundsätzlich sind die Kosten für Ihr Unternehmen als normale Betriebsausgabe absetzbar, unabhängig von jeder Zertifizierung.
Für die steuerliche Behandlung bei den Mitarbeitenden selbst kommt es auf die Einordnung an. Der 600-Euro-Freibetrag für Gesundheitsförderung nach §3 Nr. 34 EStG gilt nur für zertifizierte Präventionskurse. Das trifft auf meine Angebote nicht zu. Häufig passender ist der Weg über berufliche Fortbildung: Maßnahmen, die der Einsatzfähigkeit und Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeitenden dienen, gelten in der Regel nicht als Arbeitslohn (§3 Nr. 19 EStG, R 19.7 LStR). Ob das im Einzelfall zutrifft, klärt am besten Ihr Steuerberater.
Coaching allgemein, Einsatz und Grenzen
Coaching ist ein professioneller, individueller Begleitprozess in herausfordernden beruflichen und privaten Lebenssituationen. Der Coach ist dabei vertrauensvoller Klärungshelfer und Sparringspartner. Coaching setzt bei Stärken und Ressourcen an und ist lösungsorientiert ausgerichtet. Die Stärkung der eigenen Selbstwirksamkeit und Eigenverantwortlichkeit steht im Vordergrund.
Coaching ist kein Therapieverfahren und macht keine Heilversprechen. Bei psychischen Erkrankungen und akuten Krisen ist therapeutische Hilfe die richtige Wahl.
Man muss nicht erst zusammenbrechen, um sich Unterstützung zu holen. Coaching braucht kein akutes Problem als Eintrittskarte. Wenn der Kopf nicht mehr abschaltet, der Körper Signale sendet, die du schon länger ignorierst, oder wenn das Gefühl bleibt, dass das so nicht weitergehen kann, ist das Grund genug.
Hinter Zweifeln und Hadern steckt oft eher die Frage der inneren Erlaubnis. Die kannst du dir nur selbst geben.
Coaching ist immer dann sinnvoll, wenn Standardlösungen nicht funktionieren und du individuelle Antworten brauchst, die deiner konkreten Situation Rechnung tragen. Typische Anliegen sind der Wunsch nach mehr Klarheit, die Suche nach Orientierung, der Umgang mit belastenden Mustern oder die Vorbereitung wichtiger Entscheidungen.
Was du konkret mitnimmst, hängt vom Thema ab: neue Perspektiven auf festgefahrene Situationen, konkrete Strategien für den Alltag oder einfach Raum, um laut zu denken. Auch das Gefühl, festzustecken, obwohl eigentlich alles auf der Hand liegt, kann ein geeignetes Anliegen sein.
Coaching setzt voraus, dass du aktiv an der Veränderung deiner Situation mitwirkst. Es ist ein gemeinsamer Arbeitsprozess, keine passive Behandlung. Im Zweifel klären wir das im kostenlosen Erstgespräch, und ich sage dir offen, wenn ein anderer Weg sinnvoller wäre.
Beratung und Consulting liefern in der Regel eine fachliche Lösung von außen: Ein Berater kennt dein Thema und sagt dir, was zu tun ist. Im Coaching bringe ich keine fertige inhaltliche Lösung mit. Ich helfe dir dabei, deine eigene zu finden, durch passende Fragen, Methoden und einen Prozess, der zu deiner Situation passt.
Die Grundannahme im Coaching lautet: Du hast die Antworten und Ressourcen, die du brauchst, bereits in dir. Beide Formate überschneiden sich manchmal. Aus meinem beruflichen Hintergrund in unterschiedlichen Rollen und Arbeitskontexten bringe ich fachliches Verständnis für deine Situation mit, ohne dass daraus eine inhaltliche Beratung wird.
Der Begriff „Coach“ ist nicht geschützt, jeder darf sich so nennen. Ein paar Kriterien haben sich in der Praxis bewährt:
- Eine fundierte Coaching-Ausbildung, idealerweise orientiert an anerkannten Qualitätskriterien wie DBVC oder DCV
- Berufs- oder Lebenserfahrung, die zu deinem Thema passt
- Klare Aussagen statt Heilsversprechen: Seriöse Coaches versprechen keine garantierten Ergebnisse
- Transparente Rahmenbedingungen zu Vertrag, Kosten und Vertraulichkeit von Anfang an
Am Ende zählt neben der Qualifikation vor allem, ob du dich bei der Person sicher genug fühlst, um offen zu sprechen. Das lässt sich nur im persönlichen Gespräch herausfinden. Deshalb biete ich ein kostenloses Erstgespräch an, in dem du genau das prüfen kannst.
Ablauf und Umsetzung von Coaching
Jede Session hat eine klare Struktur: Was beschäftigt dich gerade? Was willst du erreichen? Mit passenden Fragen und Methoden leite ich dich durch einen Prozess, in dem du neue Erkenntnisse gewinnst und Lösungen generierst. Hierbei ergänze ich aus meiner Expertise, wenn das hilfreich ist.
Zum Schluss bereiten wir den Transfer alltagstauglich vor und wagen einen Ausblick in die Zukunft.
In meiner Arbeit verbinde ich systemische Reflexion, personenzentrierte Ansätze und konkrete Tools, die im Alltag funktionieren, nicht nur in der Session. Ein besonderer Fokus liegt auf der Arbeit in der Natur.
Welche Methoden ich einsetze, hängt von deinem Anliegen und deinen individuellen Voraussetzungen ab. Ich wähle gezielt das aus, was einen echten Mehrwert gegenüber deinen bisherigen Lösungsversuchen darstellt.
Meine Qualifikation verbindet drei Dinge: fachliche Substanz im Bereich Stress und Resilienz aus meiner BGM-Zertifizierung und meiner Ausbildung zur Natur-Resilienz-Coachin, methodische Tiefe aus meiner systemischen Coaching-Ausbildung und Trainingsdesign, sowie eigene Erfahrung in unterschiedlichen, oft stark technisierten Arbeitswelten. Dazu kommt meine eigene Erfahrung mit Stress: Ich habe selbst eine Stresskrise überwunden und weiß aus erster Hand, wovon wir sprechen, wenn der Kopf nicht mehr abschaltet.
Das hängt vom Thema ab. Manche kommen mit einem konkreten, eingrenzbaren Anliegen, dafür reichen drei bis fünf Sitzungen. Wer tiefere Muster verändern will, wie Antreiber, Glaubenssätze oder chronische Erschöpfung, braucht in der Regel mehr Zeit und Raum. Das besprechen wir im Erstgespräch offen.
Ich möchte dich nicht dauerhaft begleiten. Mein Ziel ist, dass du unsere Sitzungen irgendwann nicht mehr brauchst. Deshalb kannst du bei mir bedarfsgerecht einzelne Sessions buchen.
Ja, auch Online-Coaching funktioniert und kann genauso effektiv sein. Voraussetzung: ein ruhiger Platz, an dem du ungestört sprechen kannst, und eine stabile Internetverbindung, idealerweise mit Back-up, falls die Verbindung unterbricht.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Arbeit in Präsenz, insbesondere in der Natur, intensiver erlebt wird und das Erarbeitete tiefgreifender wirkt. Das kann besonders bei hartnäckigen Themen ein Vorteil sein. Online ist aber ein vollwertiges Format.
Das höre ich oft. Meistens steckt dahinter weniger eine echte Kapazitätsfrage als der Wunsch, sich dem Thema noch nicht stellen zu müssen. Eine Impuls-Session dauert 60 Minuten und ist online buchbar. Eine Anreise entfällt also.
Du entscheidest außerdem von Session zu Session neu, ob und wann die nächste sinnvoll ist. Es gibt kein Paket, zu dem du dich im Voraus verpflichtest.
Outdoor-Coaching
Outdoor-Coaching ist bei mir methodisch genauso professionell aufgebaut wie Coaching, das in Räumen stattfindet, und damit mehr als ein netter Walk and Talk mit einem Coach. Die Arbeit im Freien in natürlicher Umgebung unterstützt den Coaching-Prozess auf eine Weise, die ein Coaching-Raum nicht leisten kann.
Die Forschung zeigt: Aufenthalte in der Natur senken nachweislich den Cortisolspiegel, verbessern Konzentration und Aufmerksamkeit und fördern die emotionale Selbstregulation. Bewegung löst körperliche Anspannung und schafft damit ideale Voraussetzungen für dein Coaching. Zudem durchbricht der Ortswechsel eingefahrene Denkmuster, und die Natur liefert Metaphern, die im Gespräch oft präziser treffen als es Worte können. Lösungsräume öffnen sich so oft schneller; Veränderungsimpulse greifen tiefer.
Outdoor-Coaching bringt zahlreiche Vorteile mit sich, die den Prozess unterstützen und dir kurzfristig wie langfristig nützen. Dazu zählen:
Bewegung an frischer Luft bringt den Kreislauf in Schwung. Schon nach wenigen Minuten sinken Stresshormonspiegel, Blutdruck und Puls, der Kopf bekommt wieder Zugang zu dem, was er unter Druck sonst nicht mehr findet.
Natur wirkt dabei über die Bewegung hinaus. Draußen sind alle Sinne im Einsatz, das holt aus dem reinen Kopf-Modus heraus und schafft wieder Kontakt zu sich selbst.
Die ungewohnte Umgebung unterbricht eingefahrene Denk- und Verhaltensmuster. Mit Wetter und Gelände umzugehen fordert Anpassung und macht gewohnte Muster durchlässiger. Wer draußen sieht, wie Natur einfach ihrer eigenen Ordnung folgt, relativiert oft den eigenen Perfektionsanspruch.
Natur liefert auch Bilder, die sich körperlich spüren lassen: „fest verwurzelt sein“, „am Scheideweg stehen“. Solche Metaphern werden draußen erfahrbar und geben oft genau die Orientierung, die im Gespräch fehlt.
Und der Wald oder der See bleibt auch nach der Session da. Anders als eine Methode im Coaching-Raum ist er jederzeit wieder zugänglich, ganz ohne mich.
Draußen zu arbeiten ist für mich daher die effektivste Art zu coachen.
Ja. Outdoor-Coaching funktioniert in unterschiedlichen Formen, in Präsenz oder digital, live oder zeitversetzt.
Wir können gemeinsam draußen arbeiten. Gut geht es aber auch per Video-Call: Du bist draußen, ich bin zugeschaltet, wir arbeiten trotzdem mit dem, was die Natur gerade bietet.
Eine dritte Möglichkeit ist die Rausaufgabe, bei der du deine Naturerfahrung allein machst. Wir werten diese anschließend in einer Coaching-Session aus und leiten konkrete nächste Schritte ab.
Was davon für dich gerade sinnvoll ist, klären wir immer im Gespräch vorab.
Das kommt darauf an, was du unter Naturcoaching verstehst. Ich verwende beide Begriffe synonym. Ich habe mich bewusst für den Begriff Outdoor-Coaching entschieden, um Verwechslungen mit Naturtherapie, Naturheilkunde und Waldbaden zu vermeiden.
Wenn ich von Outdoor-Coaching spreche, meine ich methodisch professionell begleitetes Coaching in und mit der Natur. Die Natur ist dabei sowohl Raum als auch aktiver Bestandteil des Prozesses: ihre Reize, ihr Rhythmus und ihre Symbolik werden bewusst in Übungen, Reflexionen und Gespräche einbezogen.
Nein. Outdoor-Coaching bei mir bedeutet keine Wanderung mit Strecken- und Höhenprofil. Wir bewegen uns in einem Tempo, das zu dir passt. Im Vordergrund steht die Bearbeitung deines Themas, nicht das Ablaufen einer Wegstrecke. Wir gehen meistens gemächlich und machen Pausen.
Geeignete Orte in und um Köln lassen sich gut per ÖPNV erreichen. Falls du körperlich eingeschränkt bist, finden wir gemeinsam eine passende Lösung.
Ja. Ich biete Outdoor-Coaching bei jedem Wetter an, das sicher für Gesundheit und Prozess ist. Wetterbedingungen außerhalb der Komfortzone, z. B. leichter Regen oder Kälte, können Teil des Coaching-Prozesses sein, etwa um den eigenen Umgang mit inneren Widerständen zu reflektieren. Mit der richtigen Kleidung funktioniert das gut.
Bei extremen Wetterbedingungen und -warnungen, z. B. starke Hitze oder Unwetter, verschieben wir die Session oder verlegen sie nach drinnen. Das klären wir vor jeder Outdoor-Session konkret ab.
Buteyko-Atemtraining
Buteyko ist ein Atemretraining mit Elementen wie Nasenatmung, ruhiger und reduzierter Atmung, Atemwahrnehmung und kurzen, individuell dosierten Atempausen. Es ist eine sanfte Methode, die auf systemische Entspannung im Körper abzielt.
Mundatmung, verbundene Atmung und Hyperventilation werden deshalb bewusst vermieden. Buteyko erzeugt keine außerkörperlichen oder rauschhaften Erfahrungen, wie sie manche andere Atemtechniken anstreben.
Du lernst, deine Atmung bewusster wahrzunehmen und ruhige Atemregulation als Werkzeug für den Alltag zu erproben. Die Übungen können dir helfen, frühe Anzeichen von Anspannung zu erkennen.
Wie bei anderen Techniken zur Stressregulation ist die Wirkung individuell unterschiedlich und wissenschaftlich nicht für alle Anwendungsbereiche eindeutig belegt.
In Belastungssituationen verändern sich häufig Atemtempo, Atemtiefe und Muskelspannung. Durch bewusstes Wahrnehmen und sanftes Regulieren schaffst du einen kurzen Unterbrechungsmoment zwischen Stressreiz und Reaktion und beruhigst dein Nervensystem über die Körperebene.
Atemcoaching setzt so direkt am Nervensystem an, ohne Umweg über Kognition.
Die Atemübungen in meinem Training sind sanft und sicher gestaltet. Trotzdem ist nicht jede Übung für jede Person geeignet.
Eigenständiges, tägliches Training über einen gewissen Zeitraum ist wichtig, damit sich Effekte zeigen. Kurze Übungseinheiten lassen sich zum Beispiel in deine Morgenroutine, eine Arbeitspause oder deine Abendroutine einbauen.
Kosten, Organisation und Qualifikationen
Eine 60-minütige Impuls-Session kostet 129 € inkl. MwSt., eine 90-minütige Tiefgang-Session 149 € inkl. MwSt. und das Buteyko-Atemtraining (5 × 45 Minuten) kostet 390 € inkl. MwSt. Outdoor-Sessions in Köln und Umland kosten zzgl. 0,30 €/km für die Anfahrt.
Berufsbezogenes Coaching kannst du als Werbungskosten in deiner Steuererklärung angeben (Anlage N, Bereich Fortbildungskosten), wenn ein klarer Bezug zu deiner beruflichen Tätigkeit besteht. Kosten für Stressmanagement und Resilienz im Arbeitskontext werden von Finanzämtern in der Regel anerkannt. Frag im Zweifel deine Steuerberaterin oder deinen Steuerberater.
Ja, jederzeit. Ich rechne in Einzelsessions ab. Du gehst also kein langfristiges finanzielles Risiko ein und verpflichtest dich zu keinem festen Paket im Voraus.
Sollte es in Ausnahmefällen zu unvorhergesehenen Situationen kommen, bin ich um eine kulante Lösung bemüht. Vertrauen ist die Grundlage dieser Arbeit. Das gilt in beide Richtungen.
Vor Beginn des Coachings schließen wir einen Coaching-Vertrag, in dem alle rechtlichen Fragen klar geregelt sind, z. B. Stornierungsfristen, Absageregelungen, Datenschutz und Schweigepflicht. Das schützt dich genauso wie mich und schafft von Anfang an einen verlässlichen Rahmen.
Konkrete Details besprechen wir im Erstgespräch, bevor du irgendeine Verpflichtung eingehst.
Ich bin systemische Coachin (IfAP Köln, Ausbildung orientiert an den Kriterien des Deutschen Bundesverbands Coaching (DBVC) und des Deutschen Coaching-Verbandes (DCV)) und zertifizierte Natur-Resilienz-Coachin (IHK). Dazu bin ich zertifizierte Fachkraft für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BBGM e.V. / INeKO Köln) und habe Ausbildungen in Atemcoaching (Buteyko, Skuban Academy) und Trainingsdesign (Anna Langheiter) absolviert.
Meinen beruflichen Hintergrund habe ich in Marktforschung, Consulting und Training in IT-nahen, modernen Arbeitswelten gesammelt.
Klarheit beginnt mit K. Kraft beginnt mit K. Konsequenz beginnt mit K. Coaching beginnt mit K. So hätte das wohl eine Kreativagentur formuliert.
Die Wahrheit ist viel trivialer. Das K in Coaching mit K steht einfach für Katharina. Und ganz nebenbei ist es eine kleine Hommage an meine Wahlheimat Köln, die die Höhner treffend besingen: „Stadt met K“.